Womit verdient Ihre Vorsorgeplattform Geld? Geschäftsmodelle im Vergleich
Von der Tadoro-Redaktion · Letzte Aktualisierung: · 5 Min Lesezeit
Vielleicht sind Sie die Person in Ihrer Familie, die irgendwann sagt: „Wir sollten uns mal um die Vollmachten kümmern.“ Sie suchen eine Vorlage, fragen nach der Patientenverfügung und versuchen herauszufinden, was schon geregelt ist.
Warum das Geschäftsmodell wichtig ist
Dabei geht es um Menschen, denen Sie nahestehen. Um ihre Wünsche, ihre Gesundheit und die Frage, wer Verantwortung übernehmen kann. Sobald Sie dafür ein digitales Angebot nutzen, kommt eine weitere Frage hinzu: Womit verdient der Anbieter sein Geld?
Das gehört zur Auswahl genauso wie der Preis und die Funktionen. Manche Plattformen verdienen auch an Versicherungen oder an der Vermittlung weiterer Dienstleistungen. Wer seine Familienvorsorge organisiert, sollte diesen Zusammenhang kennen.
Drei Geschäftsmodelle im Überblick
| Anbieter | Einnahmen laut den verlinkten Anbieterseiten |
|---|---|
| Afilio | Mitgliedschaftsgebühr. Sie entfällt, wenn mindestens drei geeignete bestehende Versicherungsverträge per Maklermandat zur Betreuung übertragen werden; dafür erhält Afilio Bestandsprovisionen. Afilio ist Versicherungsvermittler nach § 34d Abs. 1 GewO. Quellen: Impressum, Kostenlose Mitgliedschaft |
| pflege.de | Vergütung für die Vermittlung von Anfragen an Partner, so auf den Seiten zu Badumbau und Treppenlift. Der Vergleich ist für die anfragende Person kostenfrei. Quellen: Badumbau, Treppenlift |
| Tadoro | Kostenpflichtiger Vollzugang, bezahlt von Familien oder vom Arbeitgeber als Benefit. Keine Vermittlung oder Bewerbung von Versicherungen, Finanzprodukten oder Pflegeleistungen; keine Provisionen für die Heranführung an Drittangebote. Quelle: Nutzungsbedingungen, § 2a |
Zusammengestellt von Tadoro, einem der genannten Anbieter, nach den verlinkten Seiten; Stand: 23. Oktober 2026.
Familienvorsorge braucht mehr als eine Person mit einem Ordner
Wer anfängt, übernimmt leicht den gesamten Überblick: nachfragen, Unterlagen suchen, an offene Punkte erinnern. Und irgendwann wissen die anderen nur noch, wen sie fragen müssen.
Das lässt sich gemeinsam tragen. Eine Person kann vorhandene Dokumente sichten, eine andere Aufbewahrungsorte klären. Zusammen besprechen Sie, wer welche Verantwortung übernehmen möchte und wer einspringen kann.
Dafür müssen Sie nicht an einem Abend über Krankheit, Pflege und Tod sprechen. Ein Anfang kann sein: „Was haben wir eigentlich schon geregelt?“
Familienvorsorge soll besprechbar werden. Und die Arbeit sollte sich so verteilen lassen, dass jemand auch einmal sagen kann: „Darum kümmere ich mich diese Woche nicht.“
Was eine Mappe und frei verfügbare PDFs leisten
Eine gut geführte Vorsorgemappe kann genau richtig sein. Sie hält wichtige Unterlagen zusammen und funktioniert ohne Benutzerkonto. Wenn die Dokumente ausschließlich auf Papier bleiben, erhält dafür kein Online-Anbieter ihre Inhalte.
Für einzelne Dokumente gibt es öffentlich zugängliche Formulare und Formulierungshilfen. Das Bundesgesundheitsministerium verweist etwa auf Textbausteine zur Patientenverfügung und ein Online-Angebot der Verbraucherzentralen. Hinweise und Angebote zur Patientenverfügung
Wenn Sie eine Vorlage herunterladen und lokal bearbeiten, können die ausgefüllten Inhalte bei Ihnen bleiben. Bei einem Online-Formular lohnt sich ein Blick darauf, was übertragen und gespeichert wird.
Mappe und Vorlagen nehmen Ihrer Familie die Abstimmung nicht ab: Wo liegt die aktuelle Fassung? Wer muss davon wissen? Wer kümmert sich um den nächsten offenen Punkt?
Wenn Sie das gemeinsam gut gelöst haben, brauchen Sie dafür möglicherweise keine weitere Plattform.
Warum Ihre Angaben besonders persönlich sind
Eine Patientenverfügung enthält persönliche Behandlungswünsche. Eine Vollmacht zeigt, wem Sie Verantwortung anvertrauen. Dazu kommen familiäre Absprachen: Wer unterstützt die Eltern? Wer übernimmt welche Aufgabe? Was möchten Sie mit wem besprechen?
Solche Angaben verdienen einen bewussten Umgang. Sie entscheiden, welche Informationen Sie einem Dienst anvertrauen und welche innerhalb Ihrer Familie bleiben sollen.
Ein gemeinsamer Überblick lässt sich auch mit unterschiedlichen Zugriffsrechten organisieren. Angehörige können etwa wissen, wo die Vollmacht liegt, ohne sämtliche persönlichen Festlegungen einer anderen Person lesen zu müssen.
Prüfen Sie bei jedem digitalen Angebot, welche Angaben für die gewünschte Funktion gebraucht werden, wer darauf zugreifen kann und wofür sie verwendet werden. Werden Informationen weitergegeben, sollten Empfänger und Zweck verständlich erklärt sein. Diese Fragen gelten ebenso für Tadoro.
Manche Vorsorgeplattformen sind auch Versicherungsvermittler
Im eigenen Impressum schreibt Afilio: „Die Afilio GmbH ist Versicherungsvermittler mit Erlaubnispflicht nach § 34d Abs. 1 GewO.“ Afilio-Impressum
Afilio beschreibt außerdem ein Angebot, bei dem die Mitgliedschaft unter den dort genannten Voraussetzungen kostenlos wird, wenn mindestens drei geeignete Versicherungsverträge per Maklermandat zur Betreuung übertragen werden. Nach eigener Darstellung erhält Afilio dafür Bestandsprovisionen; die Vertragsbetreuung übernimmt die Afilio pma Bestandsbetreuung GmbH. Es geht bei diesem Angebot um die Betreuung bereits bestehender Verträge. Afilios Erklärung zur kostenlosen Mitgliedschaft mit Maklermandat
Damit besteht neben dem Angebot zur Familienvorsorge ein wirtschaftliches Interesse an der Versicherungsbetreuung.
Das kann für Menschen passen, die beides möchten. Wer zunächst seine Patientenverfügung erstellen oder die Unterlagen der Eltern ordnen will, sollte diese zusätzliche Rolle des Anbieters trotzdem kennen.
Auch Anfragen für Badumbau und Treppenlifte können Geld bringen
Ein weiteres Beispiel aus dem Pflegebereich ist pflege.de. Das Portal bietet die Vermittlung von Fachbetrieben für einen barrierefreien Badumbau und von Treppenlift-Anbietern an. Auf beiden Angebotsseiten erklärt pflege.de, dass es für die Vermittlung einer Anfrage an passende Partner vergütet wird. Badumbau-Angebot, Treppenlift-Angebot
Solche Angebote können die Suche nach einem Betrieb erleichtern. Zugleich ist die Anfrage Teil eines Geschäftsmodells: Für den vermittelnden Anbieter kann sie Einnahmen erzeugen, obwohl der Vergleich für die anfragende Person kostenfrei ist.
Wofür Familien Tadoro nutzen
Tadoro hilft Familien, diesen gemeinsamen Überblick aufzubauen: Was ist für wen schon geregelt? Was fehlt? Wo liegen wichtige Unterlagen? Wer übernimmt welche Aufgabe?
Unser Geschäftsmodell beruht auf kostenpflichtigen Zugängen: Familien können sie direkt bezahlen, Arbeitgeber können die Kosten als Benefit für ihre Mitarbeiter übernehmen. Dafür erhalten Familien Unterstützung bei der Orientierung, der Zusammenarbeit und dem Dranbleiben. Ihre vorhandenen Dokumente müssen Sie dafür nicht bei uns hinterlegen oder für deren Aufbewahrung bei Tadoro bezahlen.
Dabei gelten klare Grenzen: - Wir verkaufen Ihre Daten nicht. - Wir verwenden Ihre Angaben nicht für Werbung oder Werbeprofile und schalten in Tadoro keine Werbeanzeigen. - Wir vermitteln und bewerben keine Versicherungen, Finanzprodukte oder Pflegedienstleistungen. - Wir erhalten keine Vergütung dafür, dass wir Menschen anhand ihrer Familiendaten an Drittangebote heranführen.
Den Verzicht auf Vermittlung und entsprechende Provisionen halten unsere Nutzungsbedingungen fest. Wie wir Ihre Daten verwenden, erläutert unsere Datenschutzerklärung.
Sie können selbstverständlich selbst eine Versicherung prüfen oder einen Handwerksbetrieb suchen. Tadoro unterstützt die Organisation Ihrer Familie, ohne an diesen Entscheidungen mitzuverdienen.
Ihre Dokumente gehören an den passenden Ort
Eine Vollmacht kann gut in einer Mappe aufgehoben sein, die für die bevollmächtigte Person erreichbar ist. Für andere Dokumente kann eine andere Verwahrung passend sein. Der richtige Ort richtet sich nach dem Dokument und danach, wer es benötigt.
Unser Ziel ist, dass Ihre Familie diesen Ort kennt. Die vorhandenen Unterlagen können dort bleiben.
Wenn Sie mit dem Dokumenten-Assistenten von Tadoro ein Vorsorgedokument erstellen, wird Ihr Entwurf bereits auf Ihrem Gerät Ende-zu-Ende verschlüsselt. Tadoro kann den Inhalt nicht entschlüsseln. Auch eine unterschriebene Fassung, die Sie für die Notfallkarte hinterlegen, wird Ende-zu-Ende verschlüsselt gespeichert. Wer die aktivierte Karte besitzt, kann die dafür bereitgestellten Inhalte öffnen.
Die organisatorischen Angaben im Plan, etwa Aufbewahrungsorte, Zuständigkeiten, Bearbeitungsstände und kurze Notfallangaben, bleiben für Tadoro lesbar. Sie werden verschlüsselt übertragen und gespeichert sowie durch Zugriffskontrollen geschützt. Diese Unterscheidung gehört zu einer ehrlichen Erklärung unseres Datenschutzes. So schützt Tadoro Ihre Daten
Bereits heruntergeladene Notfallpässe und Ernstfallpläne bleiben als Dateien oder Ausdrucke bei Ihnen, auch wenn Sie Tadoro später nicht mehr nutzen.
Fünf Fragen, bevor Sie einer Plattform Ihre Angaben anvertrauen
1. Womit verdient der Anbieter Geld: mit meiner Nutzung, mit Versicherungen oder mit der Vermittlung weiterer Leistungen? 2. Welche persönlichen Angaben benötigt er für die Funktion, die ich nutzen möchte? 3. Kann der Anbieter meine Dokumentinhalte lesen? 4. Wann und an wen werden Angaben weitergegeben? Entscheide ich darüber gesondert? 5. Was bleibt bei meiner Familie, wenn wir den Dienst später nicht mehr nutzen?
Familienvorsorge darf ein normales Gespräch werden. Mit geteilten Aufgaben und persönlichen Grenzen. Die passende Unterstützung hilft Ihnen und macht verständlich, welche wirtschaftlichen Interessen im Spiel sind.
Zu diesem Beitrag
Dieser Beitrag stammt von Tadoro und erläutert auch unser eigenes Angebot. Er ist kein unabhängiger Plattformtest und ersetzt keine individuelle rechtliche oder medizinische Beratung. Die genannten Geschäftsmodelle sind anhand der verlinkten Anbieterangaben eingeordnet; Stand: 23. Oktober 2026.
In Tadoro sehen Sie, was in Ihrer Familienvorsorge schon geregelt ist und was noch fehlt.
Kostenlos starten, ohne Zahlungsdaten. Ihr Plan bleibt kostenlos.Mehr über TadoroQuellen & Weiterführend
Dieser Artikel stützt sich auf folgende Quellen:
- Afilio – Impressum (Versicherungsvermittler nach § 34d Abs. 1 GewO)
- Afilio – Kostenlose Mitgliedschaft mit Maklermandat
- pflege.de – Badumbau: Vermittlung von Fachbetrieben
- pflege.de – Treppenlift: Vermittlung von Anbietern
- Bundesgesundheitsministerium – Patientenverfügung: Hinweise und Textbausteine
- Tadoro – Nutzungsbedingungen, § 2a Beschränkung des Leistungsumfangs
- Tadoro – Datenschutzerklärung
- Tadoro – So schützt Tadoro Ihre Daten
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechts-, Finanz- oder medizinische Beratung. Für verbindliche Entscheidungen konsultieren Sie bitte einen Notar, Rechtsanwalt, Steuerberater oder Arzt.
Weiterlesen
Alle Ratgeber →Diese Artikel führen den Gedanken weiter.
Warum Familien nicht über Vorsorge sprechen – und wie Sie anfangen
Viele Eltern sprechen mit ihren Kindern nicht über Vorsorge. Warum das Gespräch so schwer ist, welche Themen am meisten vermieden werden, und wie ein neutraler Einstieg funktioniert.
Notfallordner anlegen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Wie Sie einen Notfallordner für Ihre Familie anlegen. Welche Dokumente hineingehören, wo Sie sie aufbewahren und wie Sie sicherstellen, dass im Ernstfall alles griffbereit ist.
Patientenverfügung Vorlage: wo sie steht und wie Sie sie ausfüllen
Wo die amtlichen Textbausteine des Bundesministeriums der Justiz stehen, warum eine pauschal ausgefüllte Vorlage laut Bundesgerichtshof nicht bindet und was Sie bereithalten sollten, bevor Sie anfangen.
Leistungen der Pflegekasse: was zusteht und wie Sie es abrufen
Welche Leistungen mit einem Pflegegrad zustehen, von Pflegegeld bis Wohnungsumbau, wie Sie jede abrufen und welche Belege und Fristen dabei zählen.