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Die vollständige Checkliste: 80+ Punkte für die Familienvorsorge

Von der Tadoro-Redaktion · Letzte Aktualisierung: 20. April 2026 · 5 Min Lesezeit

Themen:Familie mit Kindern

Was passiert, wenn morgen jemand ins Krankenhaus kommt – und niemand weiß, wo die Vollmacht liegt? Wenn das Bankkonto eingefroren wird, weil keine Bankvollmacht existiert? Wenn der Hausarzt nicht erreichbar ist, weil niemand die Nummer kennt? Diese Checkliste deckt alles ab, was eine Familie in Deutschland geregelt haben sollte. Nicht alles ist für jede Familie relevant – aber alles, was relevant sein könnte, ist hier aufgelistet. Gehen Sie die Liste durch, markieren Sie, was vorhanden ist, und identifizieren Sie die Lücken.

Inhalt

  1. 1. Bereich 1: Rechtliches
  2. 2. Bereich 2: Versicherungen
  3. 3. Bereich 3: Finanzen
  4. 4. Bereich 4: Medizinisches
  5. 5. Bereich 5: Eigentum & Identität
  6. 6. Was unterscheidet diese Checkliste von einem Notfallordner?
  7. 7. Wie fange ich an?

Bereich 1: Rechtliches

Rechtliche Dokumente sind das Fundament jeder Vorsorge. Ohne sie entscheiden im Ernstfall Gerichte und Fremde – nicht Ihre Familie.

Kernpunkte (sollte jeder haben): - Vorsorgevollmacht – Bestimmt, wer für Sie entscheidet, wenn Sie es nicht mehr können. Ohne sie bestellt das Gericht einen Betreuer. - Patientenverfügung – Legt fest, welche medizinischen Behandlungen Sie wünschen oder ablehnen. - Testament – Regelt, wer erbt. Ohne Testament gilt die gesetzliche Erbfolge – die selten den Wünschen entspricht. - Betreuungsverfügung – Sicherheitsnetz: benennt, wen das Gericht als Betreuer bestellen soll. - Schweigepflichtentbindung – Ohne sie dürfen Ärzte Angehörigen keine Auskunft geben – nicht einmal dem Ehepartner.

Weitere wichtige Punkte: - Sorgerechtsverfügung – Für Familien mit minderjährigen Kindern: wer bekommt das Sorgerecht? - Erbvertrag – Bindende Vereinbarung über Nachlassverteilung bei komplexen Familiensituationen. - Kontakt Erbrechtsanwalt / Notar – Ein Ansprechpartner für Nachlassfragen.

Bereich 2: Versicherungen

Im Ernstfall muss die Familie wissen: Welche Versicherungen existieren, welche Policennummern gelten, und wen man anrufen kann.

Kernpunkte: - Lebensversicherung – Policendetails, Begünstigte, Deckungssumme. - Berufsunfähigkeitsversicherung – Einkommensschutz bei Arbeitsunfähigkeit. - Haftpflichtversicherung – Persönliche Haftpflicht für Schäden an Dritten. - Wohngebäude-/Hausratversicherung – Schutz für Haus und Inhalt. - KFZ-Versicherung – Fahrzeugversicherung und Policennummer. - Kontakt Versicherungsberater – Hauptansprechpartner für alle Policen.

*Hinweis: Krankenversicherung & Versichertenkarte findest du jetzt im Bereich Medizinisches – sie wird im Ernstfall genauso schnell gebraucht wie Medikamentenliste und Hausarzt-Kontakt.*

Weitere wichtige Punkte: - Sterbegeldversicherung – Viele Ältere haben Policen, von denen die Familie nichts weiß. Deckt Bestattungskosten. - Private Krankenzusatzversicherung – Chefarztbehandlung, Einzelzimmer, Zahnzusatz. - Pflegeversicherung – Absicherung für Pflegebedarf im Alter. - Beihilfe (Beamte) – Beihilfeansprüche und Leistungsdetails.

Diese Liste ist lang. Tadoro hält Ihren Familienschutz automatisch nach: markiert Lücken, erinnert an Fristen, zeigt Verantwortlichkeiten.

Bereich 3: Finanzen

Wenn der Kontoinhaber ausfällt und niemand Zugriff hat, können Rechnungen nicht bezahlt werden. Lastschriften platzen. Die Familie gerät in finanzielle Schwierigkeiten.

Kernpunkte: - Bankvollmachten – pro Konto eine eigene; Banken akzeptieren die Vorsorgevollmacht oft nicht. Ohne Bankvollmacht wird das Konto eingefroren. - Anlage- und Altersvorsorge – Riester, bAV, Depots, ETF-Sparpläne, Begünstigte. - Offene Schulden / Kredite – Alle laufenden Kredite, Ratenzahlungen, Kreditkartenschulden. - Rente / Sozialversicherung – Gesetzliche Rente, Betriebsrente, private Vorsorge. - Arbeitgeber-Kontakt – Personalabteilung für Krankmeldung, Lohnfortzahlung und Abstimmung. - Kontakt Steuerberater – Wer die jährliche Steuererklärung betreut.

Weitere wichtige Punkte: - Vollmacht über den Tod hinaus – Ohne transmortale Bankvollmacht wird das Konto nach dem Tod eingefroren, bis der Erbschein da ist – das dauert Monate. - Laufende Verträge & Abonnements – Handy, Internet, Streaming, Fitness – jemand muss diese kündigen oder übertragen. - Hypothekendetails – Kreditgeber, Restschuld, Zahlungsplan. - Bankschließfach / Tresor – Standort, Zugangscode, wer kann öffnen? - Kontakt Finanzberater – Finanzplaner oder Anlageberater. - Kryptowährungen / Digitale Vermögenswerte – Wenn die Seed-Phrase verloren geht, sind die Werte unwiederbringlich weg.

Bereich 4: Medizinisches

Der Hausarzt kennt die Krankengeschichte. Ohne ihn fehlt dem behandelnden Arzt der medizinische Kontext. Die Medikamentenliste ist das Erste, was jedes Krankenhaus verlangt.

Kernpunkte: - Aktuelle Medikamentenliste – Alle Rezepte, Dosierungen, verschreibende Ärzte. Das Erste, was jedes Krankenhaus fragt. - Vorerkrankungen – Diagnosen, laufende Behandlungen, Implantate (Herzschrittmacher, Gelenkprothesen). - Allergien – Medikamenten-, Lebensmittel- und Materialallergien – besonders Latex, Kontrastmittel, Narkosemittel. - Hausarzt – Name, Praxis, Telefonnummer. - Krankenversicherung & Versichertenkarte – Kasse, Versichertennummer (KVNR), wo die eGK-Karte und die Police aufbewahrt werden. Wird bei jeder Aufnahme gebraucht. - Organspendeausweis – Dokumentierte Entscheidung zur Organspende.

Weitere wichtige Punkte: - Blutgruppe – Einfach zu notieren, potenziell kritisch im Notfall. - Pflegegrad – Falls bereits festgestellt: Grad und zugehörige Leistungen kennen. - Fachärzte – Kardiologe, Endokrinologe, andere regelmäßige Spezialisten. - Notfallkontakte – Über die Familie hinaus: enge Freunde, Nachbarn. - Bevorzugtes Krankenhaus – Wunschkrankenhaus für geplante Eingriffe.

Bereich 5: Eigentum & Identität

Identitätsdokumente, Zugangsdaten und Verträge – was die Familie finden muss, um handlungsfähig zu sein.

Kernpunkte: - Personalausweis / Reisepass – Nummer, Ablaufdatum, Aufbewahrungsort. - Geburtsurkunde – Original und wo es liegt. - Steuer-ID / Sozialversicherungsnummer – Für Steuer, Rente, Versicherung. - Digitaler Nachlass – Passwort-Manager, E-Mail-Zugänge, wichtige Online-Konten. Ohne digitalen Zugang ist die Familie von allem ausgesperrt. - Smartphone-PIN / Zugangscode – Das Tor zu Kontakten, Banking-Apps, 2FA-Codes und E-Mail. Ohne PIN geht nichts. - Schlüssel & Zugangscodes – Haustürschlüssel, Alarmcodes, Garagenöffner. In den ersten 24 Stunden jedes Notfalls gebraucht.

Weitere wichtige Punkte: - Haustiere – Versorgungsplan – Wer übernimmt das Tier? Tierarzt-Kontakt, Futter, Medikamente. - Wichtige persönliche Kontakte – Enge Freunde und Menschen, die benachrichtigt werden sollten. - Bestattungsvorsorge – Bestattungswünsche: Erd- oder Feuerbestattung, Zeremonie, Vorsorgevereinbarungen. - Friedhof & Grabpflege – Grabstelle vorhanden? Wo? Wer zahlt die Pflege? - Grundbuchauszug – Eigentumsnachweis für Immobilien. - Fahrzeugbrief – Zulassungsbescheinigung Teil II. - Mietverträge – Laufende Mietverträge mit Konditionen und Hausverwaltungs-Kontakt. - Heiratsurkunde – Für Versicherungen, Erbrecht und Behörden.

Diese Liste ist lang. Tadoro hält Ihren Familienschutz automatisch nach: markiert Lücken, erinnert an Fristen, zeigt Verantwortlichkeiten.

Was unterscheidet diese Checkliste von einem Notfallordner?

Ein Notfallordner ist ein physischer Ordner mit Kopien und Verweisen. Diese Checkliste geht weiter: sie prüft nicht nur, ob Dokumente existieren, sondern ob sie aktuell, auffindbar und vollständig sind.

Die meisten Familien haben einige dieser Punkte erledigt – aber selten alle. Die gefährlichen Lücken sind die, von denen man nichts weiß.

Typische Lücken, die Familien übersehen: - Vorsorgevollmacht existiert, ist aber nicht beim Zentralen Vorsorgeregister registriert - Bankvollmacht existiert, gilt aber nicht über den Tod hinaus - Testament ist am Computer geschrieben – in Deutschland ungültig - Nur eine Person kennt den Aufbewahrungsort der Dokumente - Krankenversicherungskarte nicht auffindbar - Kein Familienmitglied kennt den Hausarzt

Wie fange ich an?

Nicht alles auf einmal. Gehen Sie bereichsweise vor:

1. Starten Sie mit Rechtliches – Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung sind die dringendsten Dokumente. 2. Klären Sie die Finanzen – Wer hat Zugang zum Bankkonto? 3. Sammeln Sie medizinische Informationen – Medikamentenliste und Hausarzt-Kontakt. 4. Prüfen Sie Versicherungen – Welche Policen existieren? 5. Sichern Sie Zugänge – Smartphone-PIN, Schlüssel, digitaler Nachlass.

Markieren Sie für jeden Punkt: vorhanden, fehlt, oder unklar. Was unklar ist, wird zum nächsten Schritt.

Diese Checkliste ist der Anfang. Tadoro macht daraus aktiven Familienschutz – jeder Punkt erfasst, Verantwortung geklärt, automatische Erinnerungen, damit nichts veraltet. 14 Tage kostenlos testen.

Quellen & Weiterführend

Dieser Artikel stützt sich auf folgende rechtliche Grundlagen und offizielle Quellen:

  • BMJ-Broschüre „Betreuungsrecht – Mit ausführlichen Informationen zur Vorsorgevollmacht“
  • BMJ-Broschüre „Patientenverfügung – Vorsorge für Ihre Selbstbestimmung“
  • BMJ – Themenseite Erbrecht (Bundesministerium der Justiz)
  • Stiftung Warentest – Ratgeber „Das Vorsorge-Set“
  • Zentrales Vorsorgeregister (ZVR) der Bundesnotarkammer – vorsorgeregister.de

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechts-, Finanz- oder medizinische Beratung. Für verbindliche Entscheidungen konsultieren Sie bitte einen Notar, Rechtsanwalt, Steuerberater oder Arzt.

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